Das Sommerekzem
September 08, 2010, 02:46:00 *
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Autor Thema: Züchten mit SE-Pferden  (Gelesen 6789 mal)
Embustero
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« Antwort #135 am: Mai 01, 2009, 03:37:06 »

Ich danke Euch für die Antworten. Werde es meiner Freundin mitteilen. Da ich einen Wallach habe, brauche ich mir da keine Gedanken drüber zu machen.
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Embustero, P.R.E, 10 Jahre alt, Sommerekzem, Behandlung: klassische Homöopathie, Ekzemdecke Fütterung: Nösenberger Isi & Co., Mineralien und Vitamine
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« Antwort #136 am: Mai 04, 2009, 02:09:20 »

Hallo Embustero,

ich habe Dein Thema mit diesem bereits bestehenden Thema zusammen gefügt. Blätter doch ein wenig nach vorne und lies Dich ein bisschen ein - bzw. gib Deiner Bekannten doch mal den Tipp, hier ins Forum zu kommen.  wink

Da die Decksaison in diesem Jahr schon in vollem Gange ist, habe ich das Thema auch wieder nach vorne geschoben.   smile

LG Birgit
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Ekzempferd Sky     16jähriges Endmaßpony, Fuchswallach, arabisches Halbblut     Haltung: Weide-Boxen-Haltung + tägliches Reiten     SE seit 12 Jahren     SE-Behandlung: Komplettpaket der M.K. Buschforschung
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« Antwort #137 am: Mai 04, 2009, 04:44:35 »

Supi, das war eine gute Idee. Werde sie mal darauf hinweisen und mir das in Ruhe durchlesen.
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« Antwort #138 am: Mai 10, 2009, 10:35:37 »

Hallo ihr Lieben,

...das ist wirklich ein heißes Thema...Und ich mache mir darüber nun auch schon einige Zeit Gedanken, meine Oma Laura baut mit ihren 21 jahren nun doch langsam gesundheitlich ab und wer teilt sich dann die Koppeln mit Lappi...? Kaufen oder selber ein Fohlen ziehen? Noch habe ich hoffendlich genug Zeit zum grübeln. Ich versuche mal, euch an meinen Gedankengängen teilhaben zu lassen...
Lappi ist eine Eigenproduktion, Laura ihre Mutter. Laura hat kein SE, der Vater auch nicht. Trotzdem ist Lappi betroffen. Laura hat aber eine starke Schimmelpilzallergie (Penicillium)...Diese tritt jedoch dank optimierter Haltungsbedingungen nur noch recht selten auf- meist in der feuchten Jahreszeit. Zwischenzeitlich wurde es mir nun bestätigt, das jede Allergieneigung weitervererbt werden kann. Bei  Lappi äußert sich diese Allergieneigung  im SE, vererbt wohl von der Mutter, auch wenn bei Laura die Allergie anderweitig verlagert ist.
Nun stellt sich für mich die Frage- ziehe ich mir ein Fohlen aus Lappi nach, mit dem Wissen, das eine Allegieneigung vorhanden ist und hoffe, es möge alles gut gehen oder kaufe ich ein Pferd, von dem ich nicht weiß, was ich mir, neben dem SE noch in die Schuhe schneien kann... Allergien sind vielfältig. Und die Ungewißheiten, was dem alles noch so folgt, auch.
Bis heute habe ich die für mich richtige Antwort nicht gefunden.
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« Antwort #139 am: Mai 12, 2009, 01:02:41 »

Bei dieser Thematik stellt sich die grundlegende Frage des "Pferde züchten" oder "Pferde vermehrens".

In meinen Augen gibt es kein Argument dass dafür spricht ein Pferd, dass bereits eine problematische Krankenakte aufweist auch noch zu vermehren. Klar weiß man nie was in einem langen Pferdeleben noch kommt, aber nimmt man sich genügend Zeit und macht sich in  Ruhe auf die Suche ist das in meinen Augen verantwortungsvoller als ein vmtl. krankes Pferd zu ziehen (Von der Belastung der Stute mal ganz abgesehen).
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« Antwort #140 am: Mai 12, 2009, 02:04:39 »

Ich denke mal es gibt für dieses Thema keine allgemeingültige Meinung auf die sich alle einigen können. Aber das macht dieses Thema auch sehr interessant. Und zum Glück ist es zum großen Teil sachlich.

@La Passion - bei der Entscheidung wird dich vermutlich dieses Thema auch nicht weiterbringen, ich denke mal die Meinungen liegen bei 50:50. Aber es hilft bei der Aufstellung einer Pro und Contra Liste. Gerade die Contraargumente, die ja durch Emotionen gerne auch vernachlässigt werden.

Wenn du eine Entscheidung "Contra Fohlen" haben willst, empfehle ich dir (und allen anderen in dieser Situation) das "Fohlenhandbuch" von Phyllis Lose. Sie sagt in der Einleitung das 95 % aller Geburten problemlos verlaufen - aber der Rest des Buches scheint sich nur mit den restlichen 5% zu beschäftigen. An der Stelle als ein Fohlen den Darm der Mutter durchstößt und im Prinzip durchs A*Loch zur Welt kommt, habe ich aufgehört zu lesen. Meine Stute war damals nämlich schon tragend.

Da ich jetzt wegen der Aktualität ein paar Seiten zurück geblättert habe, hab ich bemerkt, das ich auf eine Bemerkung gar nicht mehr geantwortet hatte. Also hole ich das jetzt nach.

Zitat
Und den riesigen Unterschied zwischen ich kaufe mir ein Pferd und ich züchte mir ein Pferd, sehe ich da nicht.
Doch... das eine ist schon da und das andere nur geplant. Und die meisten Leute kaufen, wenn sie die Wahl haben, keinen Ekzemer.

Mein Kommentar das es keinen Unterschied macht ob ich ein gekauftes oder selbst gezüchtetes Pferd habe, bezog sich auf das vorherige Thema Vermittlung der vorhandenen Pferde im Falle von Krankheit oder Arbeitslosigkeit usw.
Und bei diesem Thema sehe ich den Unterschied nicht. Ich besitze zwei Ponys - eins davon ist selbst gezogen. Wenn ich die Beiden abgeben müsste, müsste ich zwei Plätze suchen (lassen). Das junge Pony ist als Nachfolger für die alte Stute geplant gewesen. Hätte ich nicht "gezüchtet", hätte ich gekauft und zwar (aus verschiedenen Gründen) ein junges Pony. Die Situation wäre also im "jetzt" die gleiche.

Da mir bei der Auswahl meiner Tiere die "Chemie" wichtig ist, wäre auch nicht gesagt das ein gekauftes Pony qualitativ besser wäre, bessere Papiere hätte usw. Und bei dem was ich leider bei "professionellen Züchtern" schon gesehen habe, ist nicht gesagt, das ein zugekauftes Tier nicht evtl. noch mehr gesundheitliche Probleme hat. Ich kenne mittlerweile nur 1 Betrieb in dem ich mir mit guten Gewissen ein Pferd kaufen würde und recht sicher sein könnte, das das Tier gut aufgewachsen ist.
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« Antwort #141 am: Mai 12, 2009, 02:14:06 »

Ich würde kein Fohlen nachziehen, wegen der Gefahr das das fohlen auch Ekzem hat und ausserdem gibt es soviele Fohlen in Deutschland die ein Zuhause suchen, da muss ich nicht auch noch eins in die Welt setzen.
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« Antwort #142 am: Mai 12, 2009, 08:36:13 »

@ Luci:
Eben,es gibt für dieses Thema keine allgemeingültige Meinung, genau das wollte ich sagen Knuddel
50:50 ist`s auch nicht wirklich...


Lappi gibts nur, weil sie als Nachfolger meiner heute 21 jährigen Laura, ihrer Mutter, da sein sollte. Ich bereue keine Minute, das ich die damals nachgezogen habe. Das sich Lauras Allergiebereitschaft (Husten) bei Lappi im SE äußern könnte, das habe weder ich noch sonst wer für möglich gehalten. Lappi ist auch nicht das einzige Fohlen von Laura- in Thüringen sind noch Nachkommen von ihr unterwegs. Wie es denen gesundheitlich geht, kann ich nicht sagen, werde mal versuchen, nachzuforschen...
Welche Risiken eine Nachzucht in sich trägt, mußte ich ebenfalls am eigenen Leibe erfahren. Mein erstes geplantes Fohlen verlor ich noch in den ersten Wochen nach der Besamung als Folge einer Kortisonspritze, welche Laura aufgrund von Nesselfieber dringend brauchte, 2002 kam dann Lappi- und eigentlich sollte im Jahr darauf noch ein Fohlen aus meiner Stute Laura folgen. Der kleine Hengst kam im 8. Monat tot zur Welt, Bilder, Sorgen und Trauer, die ich wohl nie vergessen werde. Den Kleinen habe ich in meinem Auto in die Pathologie gefahren- Erfahrungen, die ich auch machen mußte.
Auf der anderen Seite war es wunderschön, Lappi von klein auf zu begleiten, sie wachsen zu sehen und sie auszubilden, die Erfolge heute fühlen sich anders an. Uns verbindet so unglaublich viel- ich weiß nicht, wie ichs beschreiben soll (bevor es kitschig wird), aber hier gibts ja noch einige, die verstehen, was ich meine wink

Nein, meien Enscheidung muß ich zu gegebener Zeit selber treffen. Da mein Stall auch nur aus 2 Boxen, Sattelkammer und etwas Platz für die restlichen Utensilien samt Futter besteht und ich auch nicht weiter anbauen möchte, wird`s, hoffe ich, noch ganz oft Winter werden, bis ich mir wirklich ernsthaft Gedanken machen muß, ob ich nun aus meiner Lappi ein Fohlen möchte, ob ich ein Pferd aussuchen fahre oder ob alles noch ganz anders kommt...

Das sind lediglich meine Gedanken zu diesem Thema- es gibt keine allgemeingültige Antwort... von mir weder Pro noch Contra aber wohl auch weil Lappi  kein Extremekzemer ist...
Verantwortung übernimmt man in jedem Fall, auch ein gesundes Pferd hat es nicht verdient, permanent den Besitzer zu wechseln.

Nachdenkliche Grüße aus Thüringen
D.
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« Antwort #143 am: Mai 21, 2009, 08:31:14 »

Mir persönlich wäre das Risiko auch zu groß mit Ekzemern zu züchten!
Im allgemeinen finde ich es unverantwortlich zu vermehren, wo im Vorfeld schon bekannt war das die Eltern irgendwelche Krankheiten hatten.

Ich selber habe auch ein super tolle Pony Stute. Super Charakter, tolles Gebäude, schicke Gänge usw..... Ich habe sie damals vom Züchter gekauft. Tja leider ist sie gesundheitlich ein totaler Pechvogel. Auch sie hat ein leichtes Sommerekzem. Durch viele andere Krankheiten, käme es für mich überhaupt nicht in frage mit ihr zu Züchten. Ich hätte wirklich zuviel Angst, das sie das irgenwie weitervererben könnte.
Ich habe mittlerweile einige 1000,-€ in die Maus investiert, wovon ich mir ein super Reitpferd hätte kaufen können. Die wenigsten würden das in Kauf nehmen.
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« Antwort #144 am: Juli 12, 2010, 03:25:11 »

ob das SE vererbbar ist oder nicht- gerade in der Isi Szene kann man beobachten, dass es teilweise vererbt wird, bzw. die veranlagung dazu vererbt wird.
daher bin ich persönlich der ansicht: egal ob sommerekzem oder sonstige Krankheiten: keine Zucht mit solchen Tieren. auch wenn es jetzt hart klingt, aber was soll das: züchtung von heustauballergikern oder inürsektenkratzpferden. sowas braucht echt niemand....spreche aus erfahrung- hab 2 hochgradige SE ler und Allergiker.
in der natur würden sie ausselektiert.

Armes Fohlen- wünsche euch alles gute

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