Autor Thema: An alle Hundeprofis - Hund und Baby  (Gelesen 4807 mal)

Offline Askja

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An alle Hundeprofis - Hund und Baby
« am: Januar 31, 2014, 18:40:25 »
Hallo ihr lieben,
bisher habe ichnoch kein problem und ich möchte unbedingt dass das so bleibt...deshalb meine frage an euch:
Die situation stellt sich wie folgt dar:
Meine jack russell hündin Any,13 Jahre und mein Baby Rosalie,7Monate leben prima nebeneinander. Any hatte von anfang an kein problem mit unserer kleinen und Rosalie findet Any nach wie vor toll und interessant. Im vorbeikrabbeln streichelt sie sie gern mal zart- alles andere zb ins halsband grabschen unterbinde ich natürlich sofern ich so schnell bin. Any läuft aber eigentlich immer von sich aus weg wenn Rosalie ihr zu sehr auf die Pelle rückt.
Bis hier hin finde ich alles prima.
Jetzt zum eigentlich wichtigen teil...Rosalie möchte seit einigen tagen immer zu any ins Körbchen und manchmal ignoriert sie mein "nein" und ich hab es schon ein paar mal nicht geschafft sie schnell genug einzusammel. In solch einer situation steht Any auf, verlässt ihr Körbchen und kuckt leicht betroffen. Jetzt meine frage: mein hund sollte doch schon sein Körbchen als rückzugsort sehen können oder?bzw ist es richtig mein kind " zurückzupfeifen"? Oder widerspricht das der rangfolge? (Ich möchte ja nicht das mein hund denkt er stehe uber meinem kind sie soll aber auch nicht immer auf der hut sein müssen finde ich)
Was meint ihr?
Schonmal danke für eure geduld beim lesen, ist doch bisschen lang geworden...

Freue mich auf euren Rat....

Liebe grüße lissi


Islandstute Askja, 23.5.1994
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Offline telli09

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Re: An alle Hundeprofis - Hund und Baby
« Antwort #1 am: Februar 01, 2014, 09:29:21 »
Ich würde auf jeden Fall für den Hund einen sicheren Rückzugsort schaffen! Dadurch vermeidet man Situationen die gefährlich werden können. Denn wenn der Hund nicht mehr weiß wohin in einer Situation die ihm unangenehm ist, könnte es dazu kommen das der Hund sich wehrt..
Tell-Well,Norweger-Mix Stute,30 Jahre alt,seit 2005 Juckreiz und Nesselfieber trägt seit dem Ekzemerdecke.
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Offline Micha

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Re: An alle Hundeprofis - Hund und Baby
« Antwort #2 am: Februar 01, 2014, 14:25:02 »
Hi Lissi,

ja, dein Hund sollte seinen Platz als Rückzugsort nutzen können, bedingungslos. Dein Hund wird nicht über deiner Tochter stehen, wenn du sie nicht ans Körbchen lässt. Das weiß dein Hund auch. Er wird dann einfach wissen, dass er dir vertrauen kann.
Einem 7 Monate altem Kind kann man natürlich schwer erklären, dass das der Hundeplatz ist und der Hund da seine Ruhe haben soll. Bis sie es richtig versteht und vor allem umsetzen kann, musst du dafür sorgen, dass deine Tochter nicht mehr in oder ans Körbchen geht.
Ganz wichtig ist auch, die beiden nicht alleine in einem Raum zu lassen. So wie Telli schon geschrieben hat, wenn der Hund nicht mehr weiß wohin und nicht ausweichen kann, dann kann auch der liebste Hund "gefährlich" werden.
Brilliant, ca. 15 Jahre, POA, Schimmel, SE seit 2001, Behandlung: klassische Homöopathie, steht im Offenstall in Bayern.

Offline Sani

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Re: An alle Hundeprofis - Hund und Baby
« Antwort #3 am: Februar 01, 2014, 19:14:39 »
In meinem früheren Bekanntenkreis ist vor Jahren folgendes passiert: der Cocker-Spaniel schlief tief und fest in seinem Körbchen, das Baby robbte sich zu ihm hin. Der Hund erschrak sich im Halbschlaf und biss das Baby aus einem Reflex heraus ins Gesicht.

Der Hund muß einen Ort haben, wo er für das Baby nicht erreichbar ist, wo er ungestört schlafen oder sich zurückziehen kann, wenn ihm das Kind zuviel ist.

Vielleicht stellst Du das Körbchen irgendwo erhöht hin, so daß Rosalie es nicht erreichen kann. Ich würde Hund und Baby zusammen auch nie aus den Augen lassen, wenn der Hund nicht mehrere Orte hat (z. B. Couch, Bett oder so), wo er sich vor dem Kind in Sicherheit bringen kann.

Der Hund sieht ein Baby nicht als ranghöher an, für ihn gehört das zum Rudel, er wird dem Kind nichts tun. Außer es mal zurecht weisen, wenn er nicht ausweichen kann, darauf würde ich es nicht ankommen lassen. Babys sind ja etwas unkoordiniert in ihren Bewegungen und Griffen, dadurch können sie einem Hund weh tun. Das Baby versteht nicht, warum es den Hund z. B. nicht in an Ohren ziehen soll usw., der Hund erwartet von seinem Rudelführer, also von Dir, daß sie ihn davor schützt.

Wenn der Rudelführer das nicht macht, kann der Hund sich auch mal wehren, das ist normales Verhalten.

LG Sani
Haflinger Nepomuk, geb. 1998, von Anfang an SE
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Offline Askja

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Re: An alle Hundeprofis - Hund und Baby
« Antwort #4 am: Februar 01, 2014, 19:23:55 »
Hallo ihr lieben,
Danke fur eure antworten!  :super:
Habe daraufhin eben meinen leidenschaftlich werkelnden vater beauftragt ein podest mit treppe oder eine art zaun mit hundetür,durch die rosi nicht durchpasst,zu bauen. Je nach dem was sich einfacher verwirklichen lässt....

Liebste grüße und nochmal danke für eure mühe
Islandstute Askja, 23.5.1994
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